Quer durch Südfrankreich 🇫🇷 - von Brenne nach Carcassonne
Sven Walther
Naturpark Brenne
Raus aus dem Großstadttrubel, rein in die Ruhe: Nach Paris brauchen wir erstmal das Gegenteil, und das finden wir im Naturpark Brenne.
Unser kleiner Campingplatz liegt direkt neben einem winzigen, aber fantastischen französischen Restaurant - mit ausgesprochen herzlichen Menschen. Genau solche Begegnungen machen das Reisen abseits der üblichen Routen aus.

Naturpark Brenne
Natürlich schauen wir uns auch das nahegelegene Château du Bouchet an.

Im Château du Bouchet
Danach wollten wir eigentlich “nur kurz spazieren gehen”. Dank Jagdsaison, gesperrter Wege und ein paar Umwegen wurde daraus eine echte Entdeckungstour. Und wer genau hinschaut: Ja, ich habe tatsächlich denselben Baum zweimal fotografiert.

Unterwegs im Naturpark
Volcans d’Auvergne
Das nächste Ziel ist klar: ein Stellplatz nahe eines Berggipfels im Naturpark Volcans d’Auvergne.
Schon die erste Kurve hinauf lässt mich denken: “Das könnte tricky werden.” Steil, und direkt danach eine winzige Brücke. Kurz darauf hält uns ein Einheimischer an und erklärt, die Straße sei “eng”. Eng? Enge Straßen gehören dazu.
Es ist dann tatsächlich stellenweise richtig steil und schmal, aber wir kommen durch. Der Hauptparkplatz oben ist voll, also fahren wir noch ein Stück weiter und finden eine kleine Ecke - mit der deutlich besseren Aussicht.

Volcans d’Auvergne

Die Wanderung auf den Berg gehört dazu

Unterwegs in der Auvergne
Zurück bei Mammothon sind wir genau rechtzeitig zum Sonnenuntergang - und haben tatsächlich den besten Platz erwischt. Viele Einheimische kommen extra hierher, um genau diesen Blick zu haben.
Die komplette Abfahrt vom Gipfel gibt es hier zu sehen:
l’Aubrac
Weiter Richtung Süden. Erst ein kurzer Stopp in Chaudes-Aigues für ein Arbeits-Meeting, dann weiter nach Nasbinals. Während ich noch Termine habe, macht Saskia eine lange Wanderung durch den Naturpark l’Aubrac.
Kaum ist das letzte Meeting vorbei, kommt eine WhatsApp: Saskia hat einen noch schöneren Stellplatz gefunden. Also alles wieder zusammenpacken und ein paar Kilometer weiter auf die Hochebene.

Auf der Hochebene

Unterwegs im Aubrac
Geheimtipp für die Gegend: Hier gibt es einen versteckten Wasserfall, den man von der Straße aus niemals sehen würde.

Aubrac
Beim Abendessen kommen wir mit anderen Campern aus Norddeutschland ins Gespräch. Und siehe da - sie kennen den Camping Caravan Podcast und sind sogar Abonnenten. Die Welt ist manchmal wirklich klein.
Gorges du Tarn
Der nächste Halt ist ein wirklich spektakulärer Ort: die Gorges du Tarn.
Schon der Weg dorthin ist ein kleines Abenteuer - kurvig, eng, mit atemberaubenden Ausblicken und stellenweise etwas nervenaufreibend für den Beifahrer.

Gorges du Tarn
Unten in der Schlucht finden wir einen Stellplatz direkt am Tarn, umgeben von Altstadt und steilen Felswänden. Während ich arbeite, geht Saskia wandern - und das ist hier wörtlich atemberaubend, denn rundherum geht es steil bergauf.

Stellplatz direkt am Tarn

Rundherum geht es steil nach oben
Abends kehren wir im “Petit Paris” ein, einem kleinen Restaurant mit großartigem Essen und sehr herzlichen Gastgebern. Dort treffen wir ein anderes reisendes Paar - und reden, bis das Restaurant schließt.
Ein ungeschnittenes Video von hier gibt es ebenfalls:

Gorges du Tarn
Millau
Wisst ihr, wo die höchste Brücke Europas steht? Genau hier - in Millau. Das Viadukt von Millau überspannt den Tarn, ist 2.460 Meter lang und ragt bis zu 343 Meter in die Höhe.
Wir überqueren es auf dem Weg zu einer kleinen Offroad-Tour und landen danach auf einem abgelegenen Plateau - perfekt ruhig, mitten in der Natur.

Lou inspiziert das Plateau

Abends allein da oben
Am nächsten Morgen geht es hinunter in die Stadt, natürlich mit einem Halt am Aussichtspunkt. Unser Stellplatz liegt wieder direkt am Tarn - diesmal allerdings mit ordentlich Betrieb: Straßen gesperrt, überall Läufer und Zuschauer. Wie sich herausstellt, stehen wir zufällig am Startpunkt eines der größten Trailrunning-Festivals der Region.

Millau
Carcassonne
Unser letztes Ziel in Frankreich: Carcassonne.
Wir haben das Brettspiel vermutlich über tausend Mal gespielt, also war irgendwann klar: Die echte Stadt müssen wir sehen. Und was sollen wir sagen - sie ist einfach atemberaubend.

Carcassonne, und diesmal ohne Spielsteine

Carcassonne
Unser Stellplatz liegt praktischerweise in Laufweite. Nach dem Arbeitstag geht es direkt in die Stadt, und dort wartet die erste Überraschung: Weinfest. Besseres Timing hätten wir kaum haben können.

Zufällig mitten im Weinfest
Am nächsten Tag bleibt Zeit, die Altstadt in Ruhe zu erkunden. Und ja - innerhalb der alten Burgmauern wohnen tatsächlich noch Menschen.

In der Altstadt
Wir hatten große Erwartungen, und Carcassonne hat sie deutlich übertroffen. Fotos können die Atmosphäre kaum einfangen.
Als nächstes wird es Zeit für eine neue Flagge - es geht über die Pyrenäen.