Finnland 🇫🇮 - eine Hütte mitten im Nirgendwo
Sven Walther
Ein Umweg nach Norden
Bei der Planung unserer Reise durch Finnland hatte Sven gehofft, einen Kollegen und Freund in Helsinki besuchen zu können. Dumm nur: Der war zu genau dieser Zeit im Urlaub - in seiner einsamen Hütte an einem See mitten in Lappland.
Also wird kurzerhand das Navi neu programmiert und es geht noch einmal weiter nach Norden, zurück Richtung Polarkreis. Der See heißt Ala-Suolijärvi, liegt wieder in der Gemeinde Posio und ist immerhin der zweiundsiebzigstgrößte See Finnlands - was bei über hundertachtzigtausend Seen im Land eine erstaunlich präzise Angabe ist.
Die letzten Kilometer haben es dann durchaus in sich: immer schmaler werdende Schotterpisten, hinein in den Wald und irgendwann mitten ins Nirgendwo. Genau so hatten wir uns Lappland vorgestellt.

Breiter wird der Weg nicht mehr
Dort angekommen werden wir unglaublich herzlich aufgenommen. Und weil Mammothon auf so einem Hof natürlich das Gesprächsthema Nummer eins ist, gibt es erst einmal eine ausführliche Führung.

Roomtour im Wald
Der Steg
Und Sven darf sich direkt nützlich machen: Gemeinsam mit der ganzen Familie hilft er beim Bau eines neuen Stegs. Der alte reicht nicht weit genug in den See hinaus, also wird verlängert - in Gummistiefeln, im Wasser stehend, mit Brettern, Schrauben und dem üblichen Maß an Diskussion über die richtige Reihenfolge.

Die Arbeit beginnt

Der Steg wächst in den See hinein
Am Ende steht er dann, deutlich länger als vorher, und der Moment gehört gefeiert.

Geschafft

Und so sieht das Ergebnis von weiter weg aus
See und Beeren
Während Sven arbeitet, erkunden Saskia und Lou die Umgebung auf ihre Weise: mit einer Bootstour auf dem See. Der liegt an diesem Nachmittag so still da, dass der Horizont nur noch eine dünne grüne Linie zwischen zwei Himmeln ist.

Oben und unten sehen ziemlich gleich aus

Bootstour zu zweit
An Land geht es zu Fuß weiter. Die Wege hier sind schmale Sandpfade durch Heide und niedrigen Kiefernwald, und man überlegt zwischendurch kurz, ob das noch ein Weg ist oder nur eine Stelle, an der zufällig nichts wächst.

Wandern mitten im Nirgendwo
Und nebenbei wird gesammelt: Blaubeeren und Krähenbeeren wachsen hier flächendeckend zwischen dem Heidekraut. Lou hat dabei einen klaren methodischen Vorteil: Sie ist ohnehin schon auf Augenhöhe mit den Beeren.

Lou erntet auf ihre Art

Heidekraut, so weit man schaut

Ihr Revier für diesen Tag
Ein ungeplanter Abstecher, der sich definitiv gelohnt hat.

Danke für die Gastfreundschaft