Alentejo 🇵🇹 - drei Tage Schlamm
Sven Walther
Raus aus der Stadt
Raus aus der Stadt und rein in die Natur. Wir machen eine wunderschöne Wanderung rund um die Lagoa de Santo André - und bekommen dabei einfach alles: Wald, Felder, Kühe und sogar Strand.

Rund um die Lagoa de Santo André
Danach geht es in eine Werkstatt, die uns endlich die neue Lichtmaschine einbaut - die hatten wir uns aus Deutschland nach Lissabon liefern lassen. Damit klärt sich hoffentlich auch das Thema mit den nicht ganz vollen Akkus.

Wald, Felder und Strand an einem Tag
Als Bonus entdecken wir im Ort ein kleines, fantastisches Restaurant.

Alentejo
Beim Frühstück passiert dann das nächste Abenteuer: ein Bissen Blätterteig, ein Knacken - und eine neue Zahnkrone ist raus und zerbrochen. Alle Zahnärzte haben wegen Silvester geschlossen. Perfektes Timing.
Wir kommen nicht mehr raus
Bei der Anfahrt sah die Piste noch handhabbar aus - hier ist unser Weg hinein:
Die Nacht über hat es stark geregnet. Die Schotterpiste sieht noch schlimmer aus als am Vortag, und die kreuzenden Bäche führen auf einmal richtig Wasser.

Über Nacht hat sich einiges verändert
Die vermeintlich schlimmste Stelle passieren wir in einer Schräglage, bei der einem übel wird - wir müssen einem Baum ausweichen und neben der Piste fahren.

Die Stelle, vor der wir Respekt hatten
Also atmet man einmal durch - nur um dann an einer Stelle steckenzubleiben, die man überhaupt nicht auf dem Zettel hatte. Dort geht es steil aufwärts, um eine enge Kurve, und das Wasser läuft genau dort entlang.

Und hier war dann Schluss
Drei Tage Matsch, Steine und Schwerkraft
Drei Tage graben wir Abflussrinnen. Drei Tage schleppen wir Steine. Drei Tage ist einfach alles voller Schlamm.

Abflussrinnen graben
Direkt nach der ersten Bergung hilft uns noch ein Bagger - doch nach drei Stunden ist Schluss, und der Rest ist reine Handarbeit.

Der Rest ist Handarbeit
Die Nächte verbringen wir schräg unten im Tal. Duschen geht so nicht, die Solaranlage sieht nur Schatten, und Starlink reicht gerade noch, damit ich arbeiten kann.

Drei Nächte schräg im Tal
Am Ende von Tag drei ist klar: Morgen Nachmittag müssen wir es versuchen. Danach ist wieder Regen angesagt - und dann wird alles nur noch schlimmer.
Tag der Entscheidung
Sieht die Strecke besser aus? Etwas. Sieht sie gut aus? Sicher nicht.
Es ist immer noch viel zu viel Wasser da, und Steine könnten gerne mehr liegen. Aber es hilft alles nichts: jetzt oder nie.
Also alle Sperren rein, Untersetzung an - und Gas, Gas, Gas.