Helsinki 🇫🇮 und Tallinn 🇪🇪 - einmal über die Ostsee
Sven Walther
Helsinki im Regen
Auf dem Weg nach Süden legen wir in Helsinki einen kurzen Abstecher ein. Für eine Nacht geht es auf den Stadtcampingplatz, und nach all den einsamen Plätzen der letzten Wochen ist die ungewohnte Enge fast schon eine eigene Erfahrung. Nachbarn! In Hörweite!
Mit der Bahn sind wir schnell und unkompliziert in der Innenstadt. Helsinki empfängt uns allerdings mit dunklen Wolken und immer wieder Regen. Viel Zeit haben wir ohnehin nicht, also laufen wir einmal quer durch das Zentrum und nehmen mit, was sich zu Fuß erreichen lässt. Zwischendurch heißt es immer wieder: Regenschirm raus, Regenschirm wieder zu, Regenschirm raus.

Das Riesenrad am Hafen
Am Senatsplatz thront der weiße Dom von Helsinki über der Treppe, davor steht das Denkmal für Alexander II.. Lou nimmt das alles mit der Gelassenheit einer Hündin, die schon Schlimmeres gesehen hat, und lässt sich brav vor dem Dom fotografieren.

Lou vor dem Dom

Das Denkmal auf dem Senatsplatz
Ganz anders wirkt die Uspenski-Kathedrale: roter Backstein, goldene Kuppeln, und das Ganze auf einem Felsen über dem Hafen. Eine orthodoxe Kirche mitten in Skandinavien, das gibt es auch nicht überall.

Uspenski-Kathedrale
Und dann rollt plötzlich ein kleiner türkiser Kasten durch die Menschenmenge: ein Lieferroboter von Wolt, der sein Essen ganz selbstverständlich an den Tischen vorbeifährt. In Finnland ist die Zukunft offenbar schon angekommen, sie fährt nur etwas langsamer als gedacht.

Der Kollege vom Lieferdienst
Auf die Fähre
Am nächsten Morgen reihen wir uns mit dem Mammothon in die Schlange am Hafen ein. Lou reist in ihrer Transporttasche und findet das Ganze deutlich weniger aufregend als wir.

Warten auf die Fähre

Lou auf der Fähre
Hallo Estland
Die Fähre bringt uns ins nächste Land: Hallo Estland, hallo Tallinn! Direkt am Hafen finden wir einen passenden Parkplatz, von dem aus wir die Altstadt bequem zu Fuß erreichen.
Tallinn gefällt uns richtig gut. Durch das Viru-Tor mit seinen beiden Rundtürmen geht es hinein in die Altstadt, vorbei an Stadtmauern mit Ziegeldächern und durch verwinkelte Gassen.

Durch das Viru-Tor in die Altstadt

Altstadt zum Bummeln
Kirchen gibt es reichlich. Der schlanke Turm der Nikolaikirche ragt hinter Bäumen auf, und in einer Gasse taucht der Turm der Heiliggeistkirche auf.

Die Nikolaikirche

Noch einmal die Nikolaikirche

Die Heiliggeistkirche
Der Rathausplatz ist das Herz der Altstadt, und hier fällt es uns besonders auf: Es ist angenehm leer. Kein Gedränge, keine Touristenmassen, nur ein paar Leute mit Kaffee in der Hand. So darf ein Städtetrip gerne sein.

Ein Stück der Stadtmauer

Verwinkelt, wie es sich gehört
Was uns außerdem auffällt: Überall wehen blau-gelbe Flaggen. Die Weltpolitik sieht man eben nicht nur in den Nachrichten, manchmal begegnet sie einem auch mitten in einer wunderschönen europäischen Altstadt.