Elia Beach 🇬🇷 - Büro am Meer und eine kaputte Lichtmaschine
Sven Walther
Ein Geräusch am Riemen
Die Fahrt vom Strand bei Kastro beginnt mit einem Hintergrundgeräusch, das uns gar nicht gefällt: Irgendwo am Riemen quietscht es besorgniserregend. Die Diagnose ist schnell gestellt, und sie ist ärgerlich: Die Spannvorrichtung unserer zweiten Lichtmaschine ist schon wieder gebrochen.
Zum Glück haben wir vorausschauend eine Ersatz-Spannstange eingepackt. Also räumen wir die Kabine aus, kippen sie nach vorn und schauen nach. Und dann kommt die schlechte Nachricht: Nicht nur die Spannstange ist hin, auch ein Stück der Halterung ist einfach verschwunden. Hurra!

Die zweite Lichtmaschine mit gebrochener Halterung
Damit ist die Reparatur erst einmal vertagt, bis wir Ersatzteile aus Deutschland bestellt haben. Unsere Pläne für die nächste Etappe müssen wir wohl ein bisschen anpassen. Das Mammothon weiß eben, wie man es spannend hält. In Sachen Wartung dürfte es von mir aus gern etwas weniger Aufregung sein.

Die Kabine ist gekippt, der Motor liegt frei
Willkommen im Büro
Von anderen Overlandern haben wir vom Elia Beach gehört: ein riesiges Gelände direkt am Strand, auf dem man mehr oder weniger geduldet campen kann. Klingt gut! Aber bevor wir losfahren, müssen wir erst einmal eine Schlange davon überzeugen, dass das Reifenprofil unseres Mammothons kein besonders gutes Versteck ist, wenn sich 16 Tonnen in Bewegung setzen.

Ein Reifenprofil ist kein Versteck
Dann stehen wir auf diesem unglaublichen Gelände: Über mehrere Kilometer verteilt stehen schätzungsweise hundert Wohnmobile und Camper irgendwo zwischen Strand und Natur. Die meisten haben sich vernünftige Plätze gesucht, einige stehen allerdings auch dort, wo sie definitiv nicht hingehören.

Das Mammothon am Elia Beach

Ein Stellplatz unter Pinien
Wir bleiben erst einmal für die Arbeitswoche. Also: Willkommen in meinem Büro! Zwischen Meetings und Arbeit geht es natürlich immer wieder ins Meer, und auch die lokale Gastronomie kommt nicht zu kurz. Aber das eigentlich Unglaubliche ist die Ruhe. Trotz der vielen Fahrzeuge ist es hier herrlich entspannt.

Lou am Abend

Ausritt in den Sonnenuntergang

Feierabend
Und was es hier alles an Infrastruktur gibt! Wasserzapfstellen, Ausritte und sogar Lieferdienste. Jeden Morgen kommt ein Frühstückswagen vorbei, mittags gibt es Obstlieferungen, und am Nachmittag rollt der nächste Händler übers Gelände. Man könnte fast vergessen, dass man mitten in der Natur steht. Apropos Natur: Auch eine Gottesanbeterin findet unser Büro interessant und macht es sich kurz auf einem Arm gemütlich.

Pizza-Lieferservice zwischen den Pinien

Besuch im Büro

Die Katze hat den besten Platz im Restaurant
Die Teile sind da
Nebenbei kümmere ich mich um unser kleines technisches Problem. UPS veranschlagt für die Ersatzteile zunächst sieben bis neun Tage Lieferzeit. Deshalb organisieren wir schon einmal einen Campingplatz für die kommende Woche, an den wir die Lieferung schicken lassen können.
Doch dann kommt es anders als erwartet: Am Freitag sind die Teile tatsächlich schon da! Also noch schnell einen Abstecher zum Campingplatz, die Ersatzteile einsammeln und zurück zum Mammothon. In der Abenddämmerung machen wir uns an den Einbau.

Einbau in der Dämmerung

Die Lichtmaschine sitzt wieder fest
Und siehe da: Die Reparatur klappt! Manchmal läuft es unterwegs eben doch besser als geplant. Und wenn man die Wartezeit an einem Strand wie diesem verbringen kann, ist das mit der Geduld gleich viel einfacher.

Lou ist zufrieden