Peloponnes 🇬🇷 - Messene und die Türme von Vatheia
Sven Walther
Messene
Unser erstes Ziel fürs Wochenende ist die antike Stadt Messene. Vorher halten wir in Kalamata, um Vorräte aufzufüllen, bevor es über Bergstraßen und durch ziemlich enge Dörfer geht. Das Mammothon zu fahren ist eben ein Abenteuer für sich.
Als wir ankommen, finden wir einen fantastischen Übernachtungsplatz: völlig allein, direkt neben der antiken Stadtmauer. Viel besser geht es kaum.

Unser Stellplatz an der Stadtmauer

Das Mammothon neben der Mauer
Am Abend gehen wir am Arkadischen Tor vorbei und genießen ein leckeres Abendessen mit Blick auf die antike Stadt. Gutes Essen, Geschichte und eine unglaubliche Kulisse: der perfekte Start in das Wochenende.

Das Arkadische Tor

Ein Turm der Stadtmauer
Am Samstag geben wir dann richtig Gas und erkunden stundenlang die Ruinen. Was die Griechen hier vor fast 2.400 Jahren gebaut haben, ist einfach atemberaubend. Letzten Monat waren wir in Ostia Antica bei Rom und schon dort schwer beeindruckt. Aber Messene finde ich persönlich sogar noch besser. Am meisten fasziniert mich, wie die Stadt in den Hang gebaut wurde: Das Theater liegt weit oben, das Stadion weiter unten, und alles fügt sich wunderbar in die Landschaft ein.

Das Mammothon passt gerade so durchs Tor

Das Theater von Messene

Säulenhalle im Bereich des Asklepieions

Stufen und Säulen

Das Stadion

Die Säulenhalle am Stadion

Das Heroon am Stadion

Lou zwischen den Säulen
Es ist kaum zu fassen, was Menschen vor so langer Zeit planen und bauen konnten. Mein Urteil: fünf von fünf Sternen! Wer sich für antike Geschichte interessiert, sollte Messene auf die Liste setzen.
Vatheia
Am nächsten Tag geht es nach Süden, bis fast ans Ende des griechischen Festlands. Wir fahren den “Mittelfinger” des Peloponnes hinunter, die Mani, nach Vatheia, einem weitgehend verlassenen Dorf, das für seine auffälligen historischen Wohntürme aus Stein berühmt ist.
Man könnte meinen, wir hätten uns inzwischen an die engen griechischen Straßen gewöhnt. Aber heute gibt es wieder zwei Stellen, an denen die Häuser gerade genug Platz zum Durchquetschen lassen. Gerade genug! Das Mammothon durch diese Dörfer zu steuern, wird langsam zum eigenen Sport.

Vatheia und die Berge der Mani
In Vatheia und rundherum stehen überall schöne steinerne Wohntürme. Manche sind noch bewohnt, andere werden dem Wetter überlassen. Vor der rauen Landschaft wirkt das fast unwirklich.

Ein Wohnturm, dem Wetter überlassen

Bougainvillea am Weg
Wir parken am Aussichtspunkt oberhalb des Dorfes und erkunden zu Fuß die Umgebung. Die Blicke über die Türme und die Landschaft sind fantastisch. Beim Abendessen in einem Restaurant im Ort fällt uns ein vertrautes Muster auf: Touristen fahren zum Aussichtspunkt, fotografieren das Dorf … und dann auch das Mammothon! Stellt sich raus: Unser Truck ist inzwischen selbst zur Attraktion geworden.

Die Katzen des Restaurants
Wir verbringen die Nacht hier und genießen die Ruhe. Am nächsten Morgen nutzt Saskia die Zeit vor meiner Mittagspause und wandert hinauf zur Kirche Panagia Faneromeni.

Die Kapelle hoch über der Küste

Blick von oben über die Küste der Mani
Dann heißt es: wieder nach Norden. Vatheia bleibt uns als einer dieser besonderen Orte in Erinnerung, an denen die Anreise, enge Straßen inklusive, schon Teil des Abenteuers ist.